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Startseite | Beiträge | Unwettereinsätze nach Orkantief Xynthia

Orkan richtet Schäden an; Abschnittsführungsstelle im Einsatz

Am Sonntag, 28. Februar, erreichte das Sturmtief Xynthia den Stadtkreis Karlsruhe und richtete dabei durch entwurzelte Bäume und zerstörte Dächer ernorme Schäden an. Auch die Höhenstadtteile waren, wenn auch wesentlich weniger als das Stadtgebiet, von den Auswirkungen des Orkans betroffen.

Gegen 14:30 Uhr wurde Bagatellalarm ausgelöst, da sich die provisorische Dachabdeckung auf dem Seniorenzentrum "Am Wetterbach" gelöst hatte. Dort war am Freitagnachmittag eine tonnenschwere Baumkrone hineingestürzt. Da auf etwa zehn Quadratmeter alle Dachsparren gebrochen waren, musste die Folie am Rand mit Sandsäcken beschwert werden. Während dieser Tätigkeit wurde von Führungskräften vorsorglich die Abschnittsführungsstelle eingerichtet, die vorerst jedoch nicht in Betrieb gehen musste.

Um 15:10 Uhr, als in Karlsruhe so viele Einsätze gleichzeitig aufliefen, dass der Sprechfunk und die Leitstelle nahezu überlastet waren, wurde die Abschnittsführungsstelle Wettersbach alarmiert. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Einsätze in den Höhenstadtteilen von Führungskräften aus Hohenwettersbach, Stupferich und Wettersbach koordiniert. Ein Fahrzeug der Abteilung Hohenwettersbach war aufgrund der hohen Einsatzzahlen der Abschnittsführungsstelle Durlach unterstellt worden. Das verbliebene Tanklöschfahrzeug sowie die Feuerwehren Stupferich und Wettersbach waren für den gesamten Bereich der Höhenstadtteile zuständig.

Gegen 16:30 Uhr musste ein Baum auf einem Privatgrundstück in der Esslinger Straße kontrolliert werden. Eine erste Erkundung ergab, dass die Tanne nicht mehr sicher stand und auf das Haus oder geparkte Autos stürzen könnte. Die etwa acht Meter hohe Tanne wurde kontrolliert gefällt und zerkleinert.

Zeitgleich entfernten die Kameraden der Feuerwehr Stupferich eine umgestürzte Tanne in der verlängerten Busenbacher Straße, die den Feldweg blockierte. Auch dieser Baum wurde zerkleinert und am Wegrand gestapelt. Ein die Besatzung eines zweiten wettersbacher Fahrzeugs stieg unterdessen dem Seniorenzentrum erneut "aufs Dach", da sich die Folie auf dem Dach abermals gelöst hatte. Dies war nach etwa einer halben Stunde erledigt.

Bei Einbruch der Dunkelheit kontrollierte die Abteilung Wettersbach einen weiteren Baum in der Straße "Am Herrenweg". Der Wurzelteller der etwa 15 Meter hohen Birke hob sich bei jedem Windstoß um mehr als zehn Zentimeter, sodass beschlossen wurde, den Baum sofort zu fällen. Dazu mussten geparkte Fahrzeuge weggefahren werden. Ein Polo, dessen Halter nicht ausfindig gemacht werden konnte, stand außerhalb des gefährdeten Bereichs, wurde aber sicherheitshalber mit einer Decke geschützt.

Dann fiel der Baum, den man zusätzlich mit einer Leine in die gewünschte Richtung zog - und er landete genau im gewünschten Bereich. Ohne Beschädigungen an den umstehenden Häusern oder Autos konnte die Birke anschließend zerkleinert und beiseite geräumt werden.

Gegen 19:30 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft aufgehoben und die Fahrzeuge wieder der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe unterstellt. Da die Einsatzzahlen im Stadtgebiet nach wie vor hoch waren, bot die Abteilung Wettersbach ein vollbesetztes Fahrzeug zur Unterstützung an. Dies wurde jedoch nicht mehr benötigt, da vor allem Einsätze, bei denen eine Drehleiter benötigt wurde, abzuarbeiten waren. Somit war nach etwa fünf Stunden "Feierabend" nach einem einsatzreichen Wochenende. Bei den Einsätzen am Freitag (Baum auf Gebäude), am Samstag (Pkw-Brand) und dem Orkan am Sonntag wurden von der Feuerwehr Wettersbach insgesamt rund 180 ehrenamtliche Einsatzstunden für die Karlsruher Bürger geleistet.

 



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